central-bank-digital-currency-(cbdc)

Eine digitale Form der Fiat-Währung eines Landes, ausgegeben und gedeckt von der Zentralbank, die eine direkte Verbindlichkeit der Zentralbank darstellt.

Eine Central Bank Digital Currency (CBDC) ist eine digitale Form der Fiat-Währung eines Landes, die von der Zentralbank des Landes ausgegeben und gedeckt wird. Im Gegensatz zu Kryptowährungen wie Bitcoin, die typischerweise dezentralisiert sind und unabhängig von zentralen Behörden operieren, sind CBDCs zentralisierte Verbindlichkeiten der Zentralbank. Sie stellen eine direkte Forderung an die Zentralbank dar, ähnlich wie Bargeld oder Reserven bei Geschäftsbanken. CBDCs können in verschiedenen Formen konzipiert werden, die grob in Großhandels- (wholesale) oder Einzelhandels- (retail) CBDCs unterteilt werden. Wholesale-CBDCs sind für den Interbankenabschluss und Finanzinstitute bestimmt und zielen darauf ab, die Effizienz zu verbessern und das Risiko in Großzahlungsverkehrssystemen zu reduzieren. Retail-CBDCs sind für die breite Öffentlichkeit für alltägliche Transaktionen konzipiert und bieten potenziell schnellere, günstigere und zugänglichere Zahlungsdienste. Die Implementierung einer CBDC beinhaltet erhebliche technologische, wirtschaftliche und politische Überlegungen, einschließlich der Wahl der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) oder traditioneller zentralisierter Datenbanken, Datenschutz, Cybersicherheitsmaßnahmen und der Auswirkungen auf die geldpolitische Transmission und die Finanzstabilität. Mögliche Vorteile sind eine verbesserte Effizienz des Zahlungssystems, finanzielle Inklusion und ein effektiveres Instrument der Geldpolitik, während Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der möglichen Disintermediation von Geschäftsbanken und Cybersicherheitsrisiken bestehen.

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🧠 Wissenstest

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🧒 Erkläre es wie einem 5-Jährigen

Es ist, als würde die Regierung eine digitale Version des Geldes in Ihrer Spardose erstellen, aber sie wird direkt von der Hauptbank des Landes verwaltet, nicht von vielen verschiedenen Leuten.

🤓 Expert Deep Dive

CBDCs stellen einen Paradigmenwechsel in den Geldsystemen dar und bewegen sich von Bargeld und Zentralbankgeld hin zu einer digital zugänglichen Zentralbankverbindlichkeit. Architektonisch können sie mithilfe von DLT (genehmigt oder genehmigungsfrei) oder herkömmlichen zentralisierten Ledgersystemen implementiert werden. Die Wahl beeinflusst Dezentralisierung, Skalierbarkeit und Programmierbarkeit. Wholesale-CBDCs nutzen oft DLT zur Verbesserung der Abwicklungsendgültigkeit und zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos bei Interbankentransaktionen. Retail-CBDCs stellen größere Herausforderungen hinsichtlich Skalierbarkeit, Datenschutz und Gestaltung der Benutzeroberfläche dar. Datenschutz ist ein wichtiger Aspekt; die Designs reichen von vollständig anonym (ähnlich wie Bargeld) bis hin zu gestaffeltem Zugang basierend auf KYC/AML-Anforderungen. Das Potenzial für programmierbares Geld innerhalb von CBDCs wirft Fragen nach dem Umfang der Kontrolle der Zentralbank über Transaktionen auf. Wirtschaftliche Auswirkungen umfassen die potenzielle direkte geldpolitische Transmission (z. B. Helikoptergeld), die Auswirkungen auf die Einlagenbasis von Geschäftsbanken (Disintermediationsrisiko) und die Notwendigkeit einer robusten Cybersicherheitsinfrastruktur zur Verhinderung systemischer Risiken. Das Design muss Innovation mit Finanzstabilität und öffentlichem Vertrauen in Einklang bringen.

📚 Quellen